Entstehung der DDR als eine Welt im Cyperspace

DDR Staatssymbol auf einem Parteibuch der SED
I-vista / pixelio.de

Auferstanden aus Ruinen …“, begann einst der Text der DDR Hymne. Mit dem Fall der Mauer schien es zunächst so. als würde die sozialistische Republik von einst wieder in den Ruinen untergehen, aus denen sie entsprang. Marode Wirtschaft und Mangel hinterließen recht deutlich ihre Spuren in Straßen und an Häusern im Osten.

Ging die DDR mit der Wende unter?

Als die Wende kam und mit ihr die Freiheit hinzugehen und zu fahren, wohin es einen zog, spielte die DDR und ihre Kultur, die sich zum großen Teil in den Produkten widerspiegelten, die nur im Osten bekannt waren, keine Rolle mehr. Erst als man merkte, dass das neue System auch nicht hielt, was sich der Ostdeutsche versprach, begann man sich zurück zu sehnen, nach den vermeidlich besseren Zeiten.

Was dann entstand war eine besondere Form der Nostalgie, die Ostalgie. Anfänglich mit Motto Partys und dann sogar bis hin zum Remake ihrer Produkte, erlebte die DDR ein Comeback. Beim Tod sagt man, dass der Verstorbene wirklich erst tot ist, wenn er vergessen wurde. Genauso ist es mit der DDR. Sie lebt durch ihre Produkte, Erinnerungen und Biografien, die sie einst gestaltete, in ihren ehemaligen Bürgern weiter.

Virtuelles Comeback der DDR

Auferstanden aus Ruinen…“ zu einem virtuellen Glanz, entsteht hier aus Erinnerungen, Sammlungen und Techniken wie sie das moderne Internet bietet, eine virtuelle Republik, die sich an der Kultur Ostdeutschlands orientiert. Nicht alles aus dem Osten war schlecht, ist ein Satz den man den einen oder anderen Bürger aus der DDR heute klagen hört. Das ist der Grundstein für die virtuelle Republik, wie sie unter dieser Adresse entsteht.

Oft beschönigen unsere Erinnerungen vieles aus dem Osten Deutschlands. Negative Erinnerungen haben wir verdrängt. Dieser Effekt ist die Grundsubstanz der hier entstehenden virtuellen Republik. Es geht nicht darum, das vergangene System zu propagieren. Die virtuelle Republik ist die Chance, nur das Gute an der Idee hinter der DDR lebendig zu machen.